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Die ehemalige Freundin des Gründers von FTX gibt vor Gericht zu, dass sie zusammen betrogen hat


Im Verfahren gegen FTX-Gründer Sam Bankman-Fried hat dessen Ex-Freundin und frühere Geschäftspartnerin ihn schwer belastet. Sie sei ebenfalls am Betrug beteiligt gewesen.

Quelle: ZEIT ONLINE, AFP, Reuters, maw

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Pleite von Kryptobörse

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Pleite von Kryptobörse: Diese Gerichtsskizze zeigt Caroline Ellison, die Ex-Freundin des Krypounternehmers Sam Bankman-Fried.
Diese Gerichtsskizze zeigt Caroline Ellison, die Ex-Freundin des Krypounternehmers Sam Bankman-Fried. © Jane Rosenberg/​Reuters

Die Ex-Freundin und frühere Geschäftspartnerin des wegen Betrugs angeklagten Kryptounternehmers Sam Bankman-Fried hat den 31-Jährigen vor Gericht schwer belastet. Caroline Ellison sagte vor einem Bundesgericht in New York, sie und Bankman-Fried hätten "rund 14 Milliarden Dollar" (rund 13,3 Milliarden Euro) von Kunden der Kryptowährungsplattform FTX veruntreut. Bankman-Fried habe sie damals angewiesen, "diese Verbrechen zu begehen".

Der einst als Kryptowunderkind gefeierte Unternehmer habe "das System errichtet", über das Kundengelder von FTX in seinen Kryptoinvestmentfonds Alameda Research geflossen seien, sagte die frühere Chefin von Alameda und jetzige Kronzeugin der Anklage weiter. Das Geld sei "für Investitionen und zum Zurückzahlen von Schulden" verwendet worden.

Ehemalige Vertraute kooperieren mit der Staatsanwaltschaft

VIDEO: Sam Bankman-Fried's Ex-Girlfriend at Center of Trial
Bloomberg Television

Ellison stieg 2021 als Co-Geschäftsführerin von Alameda ein und wurde 2022 alleinige Geschäftsführerin. Sie hatte sich bereits im Vorfeld schuldig bekannt. Zuvor hatte außerdem der damalige Technikchef Gary Wang seinen ehemaligen Chef belastet. Im Laufe des Verfahrens soll auch Nishad Singh als dritter ehemaliger Vertrauter von Bankman-Fried aussagen. Alle drei hatten angekündigt, mit der Staatsanwaltschaft kooperieren zu wollen. 

Die damals weltweit zweitgrößte Kryptobörse FTX musste im November 2022 Insolvenz anmelden, was eine Krise in der Kryptowelt auslöste. Am Ende fehlten rund 8,7 Milliarden Dollar. Bankman-Fried – auch SBF genannt – hatte zuvor wie kein anderer den Aufstieg von Kryptowährungen hin zu einer vermeintlich seriösen Investition verkörpert. Er hatte sich im Jahr 2017 mit Alameda selbstständig gemacht, 2019 gründete er FTX.

Bankman-Fried werden milliardenschwerer Betrug sowie Veruntreuung von Kundengeldern vorgeworfen. Demnach soll er heimlich Gelder verschoben haben, um damit zu spekulieren und seinen aufwendigen Lebensstil zu finanzieren. Im Falle einer Verurteilung drohen Bankman-Fried bis zu 115 Jahre Gefängnisstrafe. Bislang wies er alle Betrugsvorwürfe mehrfach zurück und plädierte auf unschuldig.

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Author: Gabriel Stout

Last Updated: 1700245321

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